Lassen wir uns wieder über Menschen aus!

..weil wir das gut können. Yeah.
Zu diesem Rage des Tages gehören zwei Backstories. Eine persönliche und die Inspiration des Tages. Fangen wir mit der persönlichen an.

Ex-Freund meiner Mama. Bänker mit Migrationshintergrund. Fetter Benz. Ich darf mitfahren, wie alt war ich? 13 oder 14. Also sitzt Klein-Aline mit ihren schwarzen Haaren, zerfetzten Strumpfhosen und dem rebellischen Nasenpiercing im fetten Benz mit Sitzheizung und allem drum und dran. Das mir der damalige Freund eher unsympathisch war, machte diese Gelgenheit noch etwas unangenehmer. Aber ich will mich eigentlich immer gut mit den Freunden meiner Mum verstehen und deswegen fuhr ich mit. Wir haben über ziemlich viel geredet. Sowas bescheuertes wie
„Rauchst du eigentlich? Ich sags auch deiner Mum nicht.“
Nee, is klar. Irgendwann kam dann die Aussage
„Warum hast du dich eigentlich dazu entschieden, dich aus der Gesellschaft auszugliedern?“ Auszugliedern? Ja so kann man das wohl nennen. Diese Frage habe ich zu diesem Zeitpunkt aber auch 1000 mal gehört und Mensch,das ging mir auf den Keks. Ich habe dann nur versucht zu erklären, dass mir die Gesellschaft und ihre Werte nicht sonderlich zusagen. Ich habe auch versucht zu erklären,dass ich mich nicht so kleide, weil ich damit provozieren will. Eher weil es mir gefällt und ich mich darin wiederspiegele. Provokation war für mich ein ertragbares Nebenprodukt.
Der liebe Herr wurde dann ziemlich pissig mit mir. Er fand das absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar. Er als Person mit Migrations-Hintergrund hat hart gearbeitet um dazu zu gehören und aufzusteigen und sich einen Benz leisten zu können und Freunde zu haben. Das versteh ich auch, das respektiere ich und bewundere ich, weil ich verstehen kann, dass das viel Arbeit sein kann. Aber dann nicht zu tolerieren, dass andere Menschen andere Vorstellungen haben, das kann ich dann wieder nicht verstehen.

Geschichte Nr. 2. Die Inspiration des Tages. Ich habe einen Post gesehen, in dem die Person sich über Transsexuelle und Personen, die sich als Gender Fluid bezeichnen beschweren. Er selbst hat Asberger Syndrom und fand es sehr schwer, sich in der Gesellschaft einzugliedern. Er musste verschiedene Dinge lernen, weil er sie sonst nicht verstanden hätte. Er hat sich seinen Respekt und seinen Platz in der Gesellschaft hart verdient. Er sagt in seinem Post, dass er es nicht gerechtfertigt findet, dass Menschen, die einen eher komplizierte Beziehung mit ihrem Geschlecht haben, als mutig bezeichnet werden und „problemlos“ in die Gesellschaft eingegliedert werden. Er sagt, sie haben ebenfalls eine psychische Krankheiten und sein Post vermittelt, dass er es lieber sehen möchte, dass solche Menschen, die gleichen Schwierigkeiten erleben und nicht „fürs nichts tun“ belohnt werden.
Ich möchte hier keine Gender Diskussion vom Zaun brechen. ich mein ich hab noch zwei Wochen Semesterferien und dann erwarten mich genug von denen. Ob die das jetzt „verdient“ haben oder nicht, wird hier jetzt nicht diskutiert.

Was ich hier diskutieren möchte, ist eher dieses EINGLIEDERN IN DIE GESELLSCHAFT. Habt ihr sie eigentlich noch alle? Zwei Sachen an diesem Konzept stören mich gewaltig.
Punkt 1: Wer wird eingegliedert und wer nicht. Ist doch absolut wayne wie jemand aussieht, wie er sich verhält oder wie er sich definiert. Gut, Verhalten ist eine Sache. Dass irre Massenmörder jetzt nicht unbedingt in die Gesellschaft aufgenommen werden, ist wohl verständlich. Aber jemand, der der Gesellschaft mit seinem Verhalten nicht schadet? Lasst ihn doch rein wenn er will, Mensch.
Punkt 2: Warum will ich in eine Gesellschaft, die Menschen auf so einer Ebene beurteilt und mich nicht so sein lässt wie ich will? Warum ist das so wichtig? Ich kann mir auch bestimmt eventuell vielleicht irgendwann einen Benz kaufen und Freunde hab ich auch. Der Unterschied ist: Ich kann in einem Batman-Onesie einkaufen gehen und mir eine 800g Fleischwurst kaufen um sie einfach so ohne Brot zu essen. Ich kann mir meine Haare färben, meine Haut durchlöchern und bunt machen ohne einen einzigen fuck zu geben. Vor einer Weile dachte ich mir noch: Ja, jetzt warte mal bis du einen Job hast und dann tätowier dich weiter und mach mehr Piercings. Jetzt denke ich mir: Scheiß drauf. Ich will das jetzt, ich mach das jetzt auch. Ein Job, der mir so etwas nicht erlaubt, wird sicherlich auch kein Job sein, der mich glücklich macht. Menschen, die mich deswegen ausschließen, MÖCHTE ich gar nicht als Freunde haben.

Ich kann mein Vorstadt Bilderbuch Leben führen und mich trotzdem absetzen. Ich kann einen guten Job haben und trotzdem aussehen wie ich will. Ich kann sein wie ich sein will und trotzdem Freunde haben.
Nehmt euren Kopf doch bitte mal aus eurem eingegliederten Hinterteil.

MIC DROP.

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Here we go again oder: Warum ich Angst vor der Arbeitswelt habe.

Juni 2015 – Das Datum meines letzten Eintrages. Mensch, hinke ich hinter her. Jetzt aber nicht viel Gelaber, was alles passiert ist (und es ist VIEL passiert, ich sag nur 189 Tage..omg.). Zurück im Text: Ich verwende meinen Blog nun wieder um ein paar Sachen los zu werden, die mich beschäftigen. So wie ein Denkarium zum Beispiel.

Nun, jedenfalls steht mein 6. Semester an und das ist in meinem Fall das vorletzte. Ich habe zwar meine Veranstaltungen nach dem 6. alle durch, aber ehrlich gesagt keine Lust meine BA unter solchem Zeitdruck zu schreiben. Bafög bekomm ich ja eh kaum und dann macht es nicht so viel aus, dass ich das dann nicht mehr bekomme.
Mit dem anrückenden Ende meines Studiums, rückt auch mein Einstieg in die Arbeitswelt immer näher und das..macht mir Angst. No shit. Ich denke, das geht jedem so, ich bin da sicher nicht allein. Ich habe nur das Gefühl, dass ich weniger weiß, als nach dem Abitur. Jemand der eine Ausbildung gemacht hat, kennt seinen Job schon und ich sitze hier und schreibe Hausarbeiten über Videospiele und Sherlock.

Klar könnte ich auch gleich meinen Master draufsetzen und dann noch einen Doktor und einfach für immer an der Uni bleiben. Aber ehrlich gesagt, hätte ich ganz gerne mal ein vernünftiges Einkommen. Mit meinem Nebenjob an der Uni und meinem kläglichen Bafög bin ich nicht allzu gut dran. Dann kommt momentan noch das Sparen dazu (Ich mein 189 Tage, omg.) und ich bin ziemlich blank. Ich würde ganz gerne einfach mal nette Sachen ohne Reue kaufen und meinem Liebsten auch mal was zurück geben.

Nun ja, erst die Gründe warum ich arbeiten will und jetzt die Gründe, warum ich Angst habe.

1. Bewerbung
Ich (und eigentlich jeder) hasse Bewerbungen. Vorallem gehe ich einfach mal davon aus, dass ich nicht nur eine schreiben muss und darin bin ich erst recht nicht gut. Ich suche mir meinen Traumjob raus, bewerbe mich und das wars. Das ist mein Ding. Das ist der Grund warum ich ein Jahr später mein Studium angefangen hab, das ist der Grund warum ich noch kein Praktikum habe. Ich habe keinen Plan B. Dumm. Super dumm. Ich kann euch auch jetzt schon sagen, dass ich bei jedem Motivationsschreiben durchdrehen werde. Ich hasse es. Ich bin nicht perfekt, niemand ist das und dieses Schreiben hat die Grundaussage: Ich bin awesome, Ihr seid awesome, seht ihr die Verbindung?. Das ist heuchlerisch und dumm. Vorallem wenn man dann später seinem Motivationsschreiben gar nicht entspricht, Fehler macht, doch nicht der beste Teamleader aller Zeiten ist und einfach mal Sachen verbockt.

Ein Thema was unter diesen Punkt gehört, ist der Lebenslauf. WAS SOLL ICH DA REIN SCHREIBEN? No fucking idea. Soll ich reinschreiben, dass ich model? Das ist ein Zeichen von Kreativität, Engagement, Zeitmanagement und Aufopferungsbereitschaft. Aber nur für Leute, die das Business kennen..für jeden anderen ist das narzistisch. Soll ich rein schreiben, dass ich blogge? Das ist ein Zeichen, dass ich schreiben kann, kreativ bin und mich mit dem Internet auskenne. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass sie genau diesen Eintrag hier finden. (Hallo, bitte stellen Sie mich ein. Ich bin awesome, erinnern Sie sich?)

2. Bewerbungsgespräch
Wann hatte ich mein letztes Bewerbungsgespräch? Bei meinem Job. Das lief quasi so ab: Wann fängst du an und hier sind schon mal erste Aufgaben, viel Spaß. Ich hatte den Job schon, da gab es nicht viel Konkurrenz. Die gabs nie bei meinen Bewerbungsgesprächen. Ich war quasi immer der einzige Anwärter auf Stellen, die dringend gefüllt werden mussten. Zwei meiner Jobs, mein derzeitiger und der im Tattoostudio, habe ich sogar von Freunden übernommen. Die haben quasi mein Motivationsschreiben übernommen und mich schon davor gepriesen. Sowas nennt man wohl Vitamin B und jetzt mal ganz im Ernst, in der Welt außerhalb von Hilfsjobs habe ich kein Vitamin B. Totaler Mangel. Schade, dass es da keine Tabletten für gibt…
Ich schätze ich werde mich ein wenig dumm anstellen.
Gesprächsleiter: Warum bewerben sie sich für die Ausbildungsstelle bei Gerhard’s Säfte und Co.?
Ich: Nun, ich habe mich schon immer für Getränke interessiert.
(Frei nach Richy Guitar)

3. Die Arbeitswelt
WAS TUT JEMAND DER SEIN GELD NICHT MIT SEINEN HÄNDEN SONDERN MIT SEINEM GEHIRN VERDIENT????
Kurze Antwort: Keine Ahnung. KEINE FUCKING AHNUNG.
Ich bin planlos. In den Jobbeschreibungen stehen immer so wundervolle Aufgaben wie Customer Relation Management, creating online sales opportunities, bla bla bla. Man soll kreativ sein und unkonventionelle Ideen haben. Ey, ich hab mir die Haare in jeder möglichen Farbe gefärbt! Super unkonventionell. Soll ich das jetzt in meinen Lebenslauf schreiben?
Mein Selbstbewusstsein in Sachen Arbeit hat sich in den letzten Jahren ungemein verbessert. Kein Scheiß, ich bin gut in meinem Job. Ich liebe meinen Job. Aber das kam auch erst nach einer Weile, ich habe viele Fehler gemachtund bin froh, dass ich klasse Chefs habe, die mich immer unterstützt haben und nicht böse mit mir waren, sondern meinen Lernprozess verstanden und gefördert haben. Wird das auch der Fall sein, wenn ich in die Arbeitswelt eintrete? Ich hoffe es.

4. MONEY MONEY MONEY
Ja, ich will arbeiten um Geld zu haben. Kurzer Rückblick meines finanziellen Lebens: Ich hatte nie Geld. Außer als ich ein komplettes Jahr gearbeitet und gespart habe um nach London zu gehen. Was habe ich in London gemacht? Das komplette fucking Geld auf den Kopf gehauen. No mercy. Ich kann nicht mit Geld umgehen und das ist kein Geheimnis. Ich stelle mir zwar ein monatliches Budget auf, aber wie wird es aussehen, wenn ich mehr Geld habe? Ich denke, dass es möglich sein könnte, dass wir einen Anbau anlegen müssten, allein für meinen Kleiderschrank.

After all, time will tell.
Danke lieber Blog, dass du mir wieder zugehört hast. Jetzt wird gespeichert, vergessen und ich gehe meinem Larifari-Leben nach, bis der Schlag der Arbeitswelt mich treffen will.
So long and thanks for all the..fish?

The many names of…

Ein kleines obligatorisches ‚Zu heiß!!‘ an dieser Stelle. So sitze ich nun im Bikini vorm Computer…Das blöde an der ganzen Sache ist, dass die letzte und wohl größte Klausur noch ansteht und ich nichts anderes im Kopf habe, als das hinter mich zu bringen..Aber Sommer: Ich weiß ganz genau, dass du noch ein bisschen aushalten kannst, damit ich die auch genießen kann! Ich freu mich auf den Sommer…Ich schweife schon wieder ab! Wer liebt denn nicht ein bisschen Off-Topic-Kram?

Nun, einen wirklichen Hintergrund zu diesem Blog gibt es nicht. Ich wollte nur ein wenig über Namen sinnieren und insbesondere über meine.

1. Aline
Der Namen, den ich wohl am längsten trage! Naja, ist ja auch klar…Jedenfalls fand meine Mutter den Namen Aline sehr schön und da ich in Frankreich geboren wurde, hat das auch gut gepasst. (Mein Bruder trägt ebenfalls einen französischen Namen.)
Geburtsnamen sind so eine Sache. Wer ist schon zufrieden mit dem eigenen Namen? Ich kenne kaum einen. Ich fand meinen laaange Zeit sehr doof. Ich mein, ich trag ja nicht nur den Namen, nein, ich heiße auch Alina, Alinä, Ayleen, Ayleena, Ayleenä…Mein eigener Bruder hat mich sehr lange Alinä genannt. So schwer ist die Sache mit dem stummen -e nicht, oder? Jedenfalls macht mein Herz immer ein Hüpfer, wenn jemand meinen Namen richtig ausspricht.
Kleine Anekdoten:
Mein Bruder und ich haben immer versucht uns zu ‚verhexen‘. Also das Selbe zu sagen, ‚verhext‘ zu schreien, damit der Andere nicht reden darf, bis man seinen Namen sagt. Nun, es begab sich, dass mein Bruder es schaffte mich zu verhexen. Er versuchte mich zu ärgern indem er meinen Namen nicht ganz ausgesprochen hatte. Er sagt dann ‚Ali…..näääää!“ Er meinte eigentlich Nein damit, aber selbst die unparteiische Schiedsrichterin (Meine Mutter) bestätigte, dass er damit meinen Namen gesagt hatte. Tja.
Die andere Anekdote spielte sich heute hab. Ich hab einen neuen Bildschirm geholt (Ich mein, wenn man schon so n fetten Gaming PC hat, dann braucht man auch einen HD Riesenbildschirm, isso.) Jedenfalls fragte der Verkäufer mich nach meinem Vornamen und erwiderte dann „Buchstabiert man A-l-i-n-e, oder?“ Boah, war ich happy.
Die bescheuerteste Anekdote stammt von der Veröffentlichung des vierten Harry Potter Bandes. (Das ist laaaange her, Mensch! 15 Jahre…what the..). Jedenfalls war ich auf einem ziiiemlich coolen Event. Wir sind mit dem Hogwartsexpress gefahren und da war Hagrid und um Mitternacht wurden Kapitel aus dem Buch vorgelesen. Es war der Hammer, kann ich euch sagen. Nun, die Presse war auch da und ich hatte die Ehre interviewed zu werden und da fragte mich die Frau nach meinem Namen. Nach einigem hin und her, wegen dem Buchstabieren fragte sie letztendlich: „Ach, das wird geschrieben wie Alien, oder?“ – Nein. Einfach Nein.

b) Spitznamen
Mein Spitzname, der von meinem Geburtsnamen herkommt und den mir eine Mitschülerin verbraten hat war Line. Ein Spitznamen, den ich gar nicht mag, aber mit weiteren Namen zu tun hat.

2. Nicknames
Jeder der sich im Internet trollt, hat Nicknames und ich schätze so ziemlich jeder hat mehrere.
Meine Häufigsten sind folgende:
Ratline – Eine Mischung aus Ratte und Line…ziemlich kreativ, nicht? Mir wurde auch HotLine vorgeschlagen (von ebenjener Mitschülerin); zwar ist der Wortwitz unschlagbar, der Name an sich jedoch fragwürdig.
Weitere Nicknames werden folgen, denn sie sind mit anderen Namen gekoppelt.
Meine peinlichen Nicknames!
Waldfee im ersten Semester lautete mein Mail-Adresse waldfee93@xyz.de und das macht sich auf keiner Liste gut.
Vampyr_Lady klischeemäßiger geht’s einfach mal gar nicht, dude.
SidViciousx3 ja, das ist der peinlichste. Das war auf lastfm und jeder verkackte Name war vergeben und ich hab einfach einen random Künstler genommen und so ein behindertes Herz mit Kreuz. Ich schäme mich.

3. Namen, die cool sind, ich aber nich verwende
Reverend Revenge steht auch in meinem Header. Ich find’s cool, kann es kaum aussprechen und benutze ihn kaum. Ich mein, der klingt nach einem verdammt coolen Horrorfilm!
Golden Gay Bitch – Ich liebe Wortwitze, schon aufgefallen? Wäre ich eine homosexuelle Stripperin, würde ich genau diesen Namen verwenden und immer in Gold auftreten. Mensch, der Name ist so genial, ich bin immer noch total begeistert. Falls irgendjemand ein/e homosexuelle/r Stripper/in ist, dann kann er den Namen gerne haben! Für einen gratis Auftritt, selbstverständlich.
Alk_Aline Wooooortwitz. Ich find’s total toll bekannte Sachen zu nehmen (Golden Gate Bridge, Alkaline oder Panicsona) und sie in andere Sachen umzuwandeln! (Warte, ist das nicht quasi die Definition von Wortwitzen?!) Egal, ich finds witzig. Nur benutze ich auch den Namen nicht, denn ich mag seinen Beigeschmack nicht. Nicht den von Alkohol, sondern einfach nur die Profanität, die dieser Name ausstrahlt.

4. Jesus
Damn ich hab diesen Namen geliebt!
Der einzige Namen, den ich mir selbst ausgedacht habe und den mich Leute wirklich genannt haben!
(Ha, das klingt jetzt so, als hätte ich mir den Namen Jesus ausgedacht…)
Es begann alles auf einem ziemlich rotzigen Konzert (von Slapter) in irgendeinem scheiß Kaff. Es war nicht Erpfingen, nein, ich weiß nicht einmal mehr wie es hieß. Es hat geregnet und es war langweilig.
Wir hatten nur Blödsinn im Kopf, so wie immer, und diskutierten über die besten T-Shirt-Sprüche.
Ich hatte die glorreiche Idee zu sagen: „Hi, mein Name ist Jesus – Willst du mich nageln?“ – Tja und dann war geboren. Die anwesenden Freunde haben mich nur noch Jesus genannt und es verbreitete sich wie Lauffeuer. Ich denke nicht, dass alle Leute aus früheren Zeiten, überhaupt meinen Namen kannten. Ich war Jesus.
a) G-sus
Mein Freundeskreis war immer zwei geteilt: Die, die Jesus deutsch aussprachen und die, die die englische Aussprache verwendeten. Aus zweiterem wurde dann auch G-Sus, mit dem vorangestellten G für den Slangbegriff ‚Gee‘ für Gangster. Ja, ich war dermaßen cool
b) Personal_Jesus
Mein zweithäufigster Nickname! Sich nur Jesus oder G-Sus666 zu nennen war doof. Also griff ich zu Personal Jesus und hatte damit grundsätzlich mein Spektrum an Musikgeschmack abgedeckt. Depeche Mode – Johnny Cash – Marilyn Manson. (Ich zähle Hillary Duff natürlich nur auf, weil ich mich auch dafür schäme…) Fun Fact: Das Original ist von Depeche Mode und nicht Johnny Cash!

5. PanicSona
Der mittlerweile häufigste Nickname und auch mein liebster Name.
Wie vorhin erwähnt, mag ich es, Namen zu nehmen und sie zu verdrehen. So auch hier geschehen. Ursprung war meine Kamera von Panasonic und einfach die Endungen verdreht und schwuppst kam PanicSona bei raus.
Die Bedeutungen sind dabei rein zufällig entstanden, aber ich mag die Bedeutungen
Panic steht für Panik, Chaos, Angst, Verwirrung – kurz: für meine dunkle Seite
Sona bedeutet so viel wie Gold im indischen Raum, im Armenischen bedeutet es Liebling…(Im persischen Raum steht es für Wilde Ente, aber das ignorier ich mal) – kurz: für meine ‚gute‘ Seite
Ich benutze den Namen auch als Künstlernamen für meine Modeltätigkeit und auch hier steht er für meine Vielseitigkeit und ich mag den Namen einfach. Ich denke er passt zu mir und klingt gut.
Disclaimer: Das hat nichts mit dem Namen Sona aus League of Legends zu tun..das ist nur ein passender Zufall

Wie lange man über Namen schreiben kann..faszinierend!
Welche sind eure Lieblings-Nicknames und woher kommen sie? Würde mich ehrlich interessieren..und ich mein, wenn ihr schon knapp 1200 Wörter über meine Namen gelesen habt, dann könnt ihr auch was kurzes über eure schreiben ;)

Gib mir Tiernamen!

Ich dachte mir ein provokanter Titel zieht die Massen an…

Heute fuhr ich hinter dem typischen Familien-Van her. Ein Ford, groß, silber und zu langsam. Überraschenderweise prangten auf der Rückscheibe nicht diese Sticker wie „Rosalinde fährt mit“ oder diese originellen Strichmännchen. Dafür klebte dort aber ein großes Bild von einem Labrador mit dem Namen Bär drunter.
Mit dieser kleinen Exposition und Inspiration heiße ich auch bei den bescheuertesten Tiernamen überhaupt ein!

1. Tiernamen für Tiere, die gar nicht diese Tiere sind
Bär ist da schon ein ganz gutes Beispiel. Warum nennt man seinen Hund Bär? Es ist ein Hund und kein Bär. Würde jemand seinen Hund Hund nennen? Nein, eher nicht.
Weitere beliebte Namen sind Maus, Hummel, Hippo,Grizzly, und so weiter.
Ich versteh ja, worauf ihr hinaus wollt. Eure Katze ist süß wie ihr Futter/eine Maus, der Hamster dick wie ein Hippo und der Hund groß wie ein Bär. Ich deklariere diese Namen nichts desto trotz als bescheuert.

2. Körperteilnamen
Ja, das klingt noch nach der Richtung, die der Titel verspricht! Damit meine ich aber eher solche Namen wie Pfote, Öhrchen oder Tatze. Das Konzept, dass Tierpfoten total süß sind und Tiere ja auch total süß sind, aber man muss die dann doch nicht danach bennen. Rein politisch korrekt gesehen werden die armen Tiere nur auf ihre Körperteile reduziert! Spaß beseite, ich will auch nicht Knackarsch aufm Perso stehen haben..und die Tiere nicht in ihrem Pass!

3. Menschenvornamen
Ja, ich weiß auch nicht was ich will. Erst komm ich damit, dass Tiere nicht wie andere Tiere heißen und jetzt auch noch, dass sie nicht Menschennamen haben dürfen! Ich finds einfach nur komisch, wenn der Dackel von nebenan Gerhard heißt. Der Goldfisch heißt Ursula, die Schildkröte Thomas und wie die Nachbarn heißen, hab ich total vergessen. Halte ich einfach für unpassend.

4. Züchternamen
Wenn man ein Pferd oder einen Hund oder was auch immer vom Züchter holt, dann bekommt man ja ganz schön viele Auflagen, was den Namen angehen. Es gibt dafür unterschiedliche Regeln: Alle Tiere eines Züchters tragen den gleichen Suffix oder Prefix; der Name ist an den des Züchters angelehnt man richtet sich nach dem Geburtstermin, dem ein Buchstabe zugeordnet worden ist oder alle Tiere eines Züchters haben spezielle Nachnamen. Das klingt jetzt so schon alles ziemlich übertrieben, aber es ist ja Tradition und so. Aber wenn man sich diese Namen mal anschaut! Unser lieber alter Windhund hieß wirklich Terrance aus dem Märchenwald. Ich mein da ist der Hund schon ein Windhund und kriegt dann auch noch einen tuckigen Namen?! Weitere wirklich wundervolle Beispiele sind Zurena Blue of Maiwana oder Willowmore Royal Diamond

5. Der Schlimmste von Allen
Für diesen Beitrag habe ich natürlich recherchiert und so eben den schlimmsten Namen von allen gefunden.
Boris Bieber Dennis vom Lachwall
Alles was man falsch machen kann, auch falsch gemacht. Applaus dafür.

Stimmt ihr mir zu, oder nicht?
Was sind noch so grausame Tiernamen?
Und wie heißen eure Tiere?

PS
unser Haus bevölkern folgende Haustiere
Filou (ursprünglich Filos [gr. Freund], frz. für Lausbube passte aber wie Arsch auf Eimer]
Bandit [schwarzrer Verbrecher, ist klar]
Zorro [trägt eine Maske und hat ein Bärtchen!]
Spot  [sieht genauso aus wie Spot aus Star Trek]
Klopfer  [ratet was er ist – genau, ein Reh!]
Nebukadnezar [kurz Nepu, keine Ahnung wer dieses Viech benannt hat]
Vastra [Lady Vastra aus Dr. Who, da sie die Schlange überlebt hat]
Jade [Wie Mara Jade Skywalker, Draufgängerin]
Seven [wie Seven of Nine, grau]

Medienwissenschaftliche Analyse des Kulturobjekts „Gartentraktor“ anhand von musikalischen Darstellungen

In der Musik wie auch in der Poesie werden Bilder verwendet um größere gesellschaftliche Annahmen zu interpretieren, zu kommentieren und um sie zu übertragen. Oft wird hier zum Gebrauch von Reifikationen gegriffen. Reifikation bezeichnet die Darstellung eines Formalobjekts (ein nicht materielles Konstrukt, vgl. Demokratie)  durch ein Materialobjekt (ein räumlich existierendes Objekt). Gerne werden diese Bilder nicht nur in Texten, sondern auch und manchmal nur in Musikvideos dargestellt. Daher sind die Artefakte dieser Analyse Texte und auch videographisch untermalte Stücke.
Im Folgenden möchte Ich darlegen wie das Materialobjekt „Gartentraktor“ in der Musik als Symbol verwendet wird. Meine Analyse bezieht sich zum Großteil auf Musik aus dem Rockgenre und bezieht sich auf drei verschiedene Beispiel.

Anlass zu dieser Analyse ist ein Zitat der Band Die Ärzte.

„Das hat so den Coolness-Faktor von einem Gartentraktor
Die Ärzte – Ist das noch Punkrock? – auch (2012)

Diese Aussage bezieht sich innerhalb des Musikstückes auf eine Chartplatzierung eines Liedes, welches unter Fans des Punk- und Rockgenre nicht unbedingt als Leistung, eher als Minderung der Qualität zu sehen ist. Daher schließt man aus dem Kontext, dass jene Aussage über einen mehr ironischen Tonus verfügt und den Coolnees-Faktor eines Gartentraktors in Frage stellt.
Im Allgemeinen assoziert man einen Gartentraktor mit Vermögen (hoher Verkaufs- und Unterhaltungspreis) und einem eher konservativen Leben (vgl. Spießer, Vorstadtleben). 
Diese moralischen Werte und gesellschaftlich verfestigten Bilder sind im oben genannten Genre ebenfalls negativ konnotiert und sprechen daher gegen das Symbol des Gartentraktors.

Folgende Beispiele verwenden wiederum das Bild eines Gartentraktors in ihren Musikvideos.
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The All-American Rejects – Gives You Hell (2008)
Ab Minute 1:40 fahren zwei Bandmitglieder mit einem Gartentraktor. Der Gitarrist steht dabei auf der Motorhaube des Traktors und spielt ein Solo. Diese Fahrt findet nachts statt. In der Narrative des Videos untermalt dieser Gebrauch eines Gartentraktors die Rebellion und die exzentrische Art des Protagonisten (oder Antagonisten, je nachdem wie man das Video liest.).

Pink – So What – HD from N.K. on Vimeo.

Das obige Beispiel stammt von der Künstlerin P!nk, deren Genrezugehörigkeit nicht Gegenstand dieser Analyse ist. Offensichtlich ist jedoch, dass sie in diesem Video eindeutig das Ideal einer Rebellin verkörpert und damit in das Rockgenre passt. Ab Minute 0:03 ist ihr Gefährt ein Gartentraktor, mit dem sie den Verkehr aufhält. Ihr damit kombinierter Genuss von Alkohol und provozierendes Verhalten sprechen für das Image der Rebellin. Auch hier wird der Gartentraktor aus seinem konservativen Bild gerissen und als Gegenstand der Revolution verwendet (vgl. „I want to start a fight!“).

Angesichts dieser Darstellungen von Gartentraktoren ist nun die Frage zu stellen, in wie fern ein Gartentraktor über einen Coolnees-Faktor verfügt, oder nicht. Zumindest lässt sich daraus schließen, dass ein konservatives Objekt wie der Gartentraktor verschiedene Rollen annehmen kann.In dieser Analyse wurde die Verwendung des Gartentraktors als Symbol für Freiheit, Rebellion und Provokation dargestellt; im Zusammenhang mit der musikalischen Darstellung. In wie weit es zu trifft, dass die Verwendung von konservativen Artefakten in anderem Kontext dessen rebellische  Aussage verstärkt muss in weiteren Analysen weiter ausgewertet werden. Am besten in Analysen, die nicht nur so tun, als wären sie wissenschaftlich.

Mein Gaming PC – was eine Liebesgeschichte werden sollte und eine komödiantische Tragödie wurde

Prelude
Um genau zu sein fing diese Geschichte im Frühjahr letzen Jahres an und zwar an einer Stopstelle.Einer gefährlichen Stopstelle. Unsere Protagonistin (Nennen wir sie einfach mal Aline, das ist aber nur Zufall, versteht sich.) ist noch etwas unsicher hinter dem Lenkrad und traut ihren Anfahrfähigkeiten nicht ganz über den Weg. Also fährt sie auch nicht auf den Weg, oder die Straße, wenn die Lücke nicht groß genug ist. Für ihr Erdenken muss die Lücke schon mindesten ein bis zwei Kilometer betragen, damit sie sich traut. So steht Aline eine kleine Weile an eben jener Stopstelle und wartet. Die Uhrzeit entspricht dem Feierabend und so tut es auch der Verkehr.Nun trägt es sich zu, dass hinter Aline eine Frau steht, die nicht ganz so geduldig ist und eine Lücke erspäht, die ihrer Meinung groß genug ist, um beide Autos einzulassen. (Ob sie das nun war oder nicht, spielt keine Rolle, obwohl sie es wohl war.) Aline rollt ein Stück vor um bessere Sicht zu haben, die Frau hinter ihr fährt an. Aline würgt ab, Frau fährt weiter – voll auf die Lücke konzentriert – und RUMMS. Lange Geschichte, kurzer Sinn: Aline hatte ihren ersten Unfall und war nicht mal Schuld dran. Der nächste Sinn: Die Cardis ist verletzt. Eine dicke Delle ziert nun ihr Hinterteil. Daraus resultiert: Eine schöne Zahlung der Versicherung. Aline hat nun aber so viele Rechnungen und Schulden, dass sie den Hintern der Cardis nicht repariert, sondern das Geld behält.
Aline hat Geld übrig und überlegt sich, was sie braucht. Einen Laptop! Studieren ohne Laptop ist ein ausgesprochen schwieriges Unterfangen, besonders wenn man pendelt. Es wird sich als eine nette, günstige Arbeitsmaschine angeschafft. Nichts besonderes, muss ja auch nicht viel können!
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Einige Zeit später: Blue Screen.
Der Desktop-PC machts nicht mehr. Systemabstürze, verlorene Daten und immer wieder Blue Screen und diverse erforderliche Neuinstallationen von diversen Betriebssystemen. (Meine erste Bekanntschaft mit Linux.) Der Desktop-PC wird kurze Zeit ausgemustert.
Ein wenig zu meinem Desktop-PC: Geschenkt zu meinem 16. Geburtstag, selbst zusammen gebaut von einem Bekannten. Zusammen Gebaut ist so ein Begriff, der sich im Zusammenhang mit diesem Computer eher komisch anhört. Gaffa-Tape, Anschlüsse, die vorne reingehen und hinten einfach wieder in einem Anschluss enden und ein Kühler, bei dem zwei Halterungen abgebrochen sind – das klingt eher nach meinem PC.
An dieser Stelle möchte ich meinem PC danken, denn er ist an meinen Kenntnissen schuld. Angefangen mit dem Einbau einer neuen Grafikkarte, dem Auswechseln von Leitpaste über die Neubefestigung des Kühlers und Upgrade des Rams hat er alles von mir verlangt.
Aline sitzt nun da mit ihrem Laptop, der für mehr als Office-Programme nie gedacht war und sehnt sich doch sehr nach dem vergnüglichen Zeitvertreibs des Zockens. Herr Laptop macht da nur nicht mit, denn die Grafikkarte ist zwar gut, aber nicht eigens gekühlt und überhitzt daher regelmäßig.
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Ende Mai 2015 – Etwa ein Jahr ohne spielfähigen Computer (und mit einem Facebook-Freund weniger, da eine beleidigende Diskussion über Computer ausbrach, als ich nach Hilfe bat.) kommt die Erlösung: BAFÖG. Ja, man mag es kaum glauben, aber mein Bafög kam an und zwar mit einer dicken Nachzahlung. Nachdem der Finanzplan stand, war klar: Es passt ein PC rein, nein, sogar zwei! In meinen Bookmarks befindet sich schon seit geraumer Zeit ein gewisser Gaming-PC, individuell zusammen gestellt und für einen guten Preis. Also bestellt!
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Nach einer sehr aufgeregten Wartezeit stehen zwei Pakete vor unserer Tür! Jeder schnappt sich einen Computer und er wird aufgestellt und nun ratet mal, wessen PC nicht anspringt. Richtig. Meiner.
Rufen wir beim Kundenservice an. Eins der unterhaltsamsten Telefonate, die ich jemals geführt habe. S steht für den Servicemitarbeitet, dessen Beruf nicht nur mit S anfängt, nein, er ist auch noch Sachse.

S: Ja, Hallo, was kann ich für Sie tun?
A: Ich habe zwei PCs bei Ihnen bestellt – einer läuft, einer nicht.
Ich gebe ihm meine Kundendaten, er schaut nach, derweil sitze ich vor dem geöffneten PC.
S: Was ist denn genau das Problem?
In dem Moment entdecke ich einen An/Aus Knopf auf dem Board. Ich drücke ihn und sieh an: Der PC läuft.
A: Ah, warten Sie, der PC ist gerade angesprungen. Ich habe ihn am Motherboard angemacht.
S: Ja, sie müssen schon das Netzteil hinten anschalten, damit der Computer läuft.
A:….Ich habe ihn am Board angemacht.
S: Oh, äh, ja…das geht wohl auch.
Der Servicemitarbeiter und Ich kommen auf den Trichter, dass wohl der Powerknopf beschädigt ist. Er fragt, ob ich den PC einsenden möchte, oder ob sie mir einfach einen Powerknopf zum Einbauen schicken sollen.
S: Trauen Sie sich den PC aufzumachen?
A:….Ich hab ihn am Board eingeschaltet?
S: Achso, äh ja…dann schicken wir Ihnen einen Knopf zu..
Er erklärt mir kurz den Einbau.
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An dieser Stelle möchte ich Respekt an alle Servicemitarbeiter, IT-Leute und Fachverkäufer zollen. Diese Menschen haben Tag für Tag mit so vielen Idioten zu tun und müssen sich die dümmsten Probleme und Fehler anhören. You are doing a great job (I wouldn’t do.)
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Vor ein paar Tagen kam der Powerknopf an. Ich kam nicht dazu ih einzubauen. (Heute erste Klausur und so.) Heute dachte ich mir dann, dass ich mir heute einen freien Abend gönnen kann und ihn zumindest teilweise damit verbringen kann, den Knopf einzubauen. Habe ich dann auch getan. Nun, denkt ihr mein PC läuft jetzt? Ja tut er. Nur der Knopf nicht. Nun, manchmal. Er hat einen Wackelkontak.
Morgen rufe ich wieder den sächsischen Servicemitarbeiter an und fordere das nächste Powerkabel an. Aller Guten Dinge sind drei oder nicht? Wann ich dazu kommen werden ihn einzubauen? Nun, das steht in den Sternen…

Ein Liebesbrief an Mr. King

Gänsehaut.
Wenn ich anderen Menschen mitteile, worum es so in meinen Tattoos geht, (Ja, reale soziale Kontakte existieren wirklich in meinem Leben. Ab und zu.) dann erzähle ich immer von meiner Liebe zu Stephen King und eigentlich gebrauche ich immer folgenden Vergleich:
Wenn ich King lese, dann fühlt sich das genau an wie nach Hause kommen.
Das tut es wirklich. Ich lese viel und ich lese gern aber für mich geht nichts über King. Er ist quasi mein King unter den Autoren.
Ich erzähle auch immer, dass ich mit King aufgewachsen bin und ich glaube, dass Christine mein erstes King-Buch war und dass mich Es im zarten Alter von 11 oder 12 schon so schön verstört hat.
Wenn ich Menschen kennen lerne, die Roland heißen, dann läuft mir immer so ein ganz kleiner kalter Schauer über den Rücken und ich denke nicht,dass es Zufall ist, dass mein Fahrlehrer Roland heißt und ich im Alter von 19 meinen Führerschein gemacht habe. Ein bisschen glaube ich, dass ich bei einem Autounfall ums Leben komme, denn das wäre Ka.
Wenn man mich fragt, welches denn mein Lieblingsbuch ist, dann weiß ich oft nicht so recht. Meistens entscheide ich mich dann  doch für Die Augen des Drachen. Aber meistens beginnt mein nächster Satz dann mit „Aber XY war auch verdammt gut…“
Ich kann sagen, welches mein „Hass“-Buch ist (Hassen ist wirklich übertrieben…) und es ist Die Arena. Science-Fiction ist ja wirklich mein Ding, aber es ist wohl nicht das Ding von Herrn King (Und was sich reimt ist gut..oder in dem Fall eben nicht.) Einmal gelesen und ich denke nicht, dass ich es wieder lesen werde. Der Herr King hatte eine kurze Phase von eher mittelmäßigen Büchern, aber ich muss sagen, die neuen machen mich wieder glücklich.
Heute Abend habe ich Mr. Mercedes in die Hand genommen. Gnädigerweise ausgeliehen von meiner Mutter, die jedes Buch von Stephen King besitzt, abgesehen von einer paar Sammlungen von Kurzgeschichten.
Ich bin jetzt ungefähr auf Seite 80 und schon wieder zu Hause. Schon wieder inspiriert (Etwaige Ähnlichkeiten von Crystal Tale mit dem dunkeln Turm nicht total zufällig.) und schon wieder Gänsehaut.
Sein Schreibstil ist unverkennbar und ich liebe seine Anspielungen. Meistens in Klammern werden Todesfälle von absolut unwissenden Charakteren in absolut friedlichen Situationen vorhergesagt und du preschst nur so durch die Seiten um endlich das Massaker zu erleben. So viele Aussagen, bei denen man das Zwinkern des Autors regelrecht lesen kann und man wird nur so durch die Seiten gejagt, bis man das Buch völlig außer Atem aus der Hand legt. Stephen King schafft das nicht nur im Genre des Horrors sondern auch in anderen, wie Fantasy (Die Augen des Drachen) oder Kriminal Geschichten (Mr. Mercedes).
Ich liebe seine Anspielungen auf den dunklen Turm (immer wieder 19) oder auf andere Werke (in Mr. Mercedes zum Beispiel auf diverse Verfilmungen).
Eigentlich kann ich es gar nicht benennen.

Ich liebe seine Welten, seine Charaktere, seinen Schreibstil – Seine Bücher.
Ich liebe Stephen King.

(und ich wundere mich nicht, dass gerade er kurzzeitig meine Schreibblockade aufhebt.)

Fundstück des Tages

Ich habe meine Dropbox wieder entdeckt!
Und damit dieses Fundstück aus dem Jahre 2012.
(Da fällt mir auf, wie lange ich das schon mache!)
Besonderen Dank geht an:
CB_Stgt  (Fotograf)
Chrissy L (Fotografin und Fertigung des Umhangs)
Taxi83  (Bearbeitung)
Das war mein erstes großes Projekt in das viel Vor- und Nachbereitung ging.
Unverkennbar natürlich die Referenz an den Film Snow White and the Huntsman
(-> Original gibts hier)

I did the math

Ein neues Semester bricht an! Brach schon an, für mich zumindest. Ich weiß, die meisten sind gerade erst in ihre Ferien gestartet und ich steh schon auf der Matte, so ist das nun in Mannheim. Ich mag mein Studium immer noch, genau wie meinen Job und nach den Noten des letzten Semesters könnte ich gar nicht zufriedener sein.
Ich habe meinen Job stundenmäßig ein wenig aufgestockt und meine Mama hat berechtigterweise darauf hingewiesen, dass ihre liebe Tochter sich nicht überarbeiten soll.
Kurze Zeit später saß ich in einer Vorlesung und der Prof deutete mal wieder daraufhin, dass ein ECTS 30 Arbeitsstunden entsprechen soll. (In wie weit das jetzt zutrifft, liegt sich am Studenten.)
Jetzt hab ich mir mal überlegt, wie viel soll das eigentlich sein?
Meine „wirkliche“ Semesterzeit, also die Vorlesungszeit beträgt ungefähr 4 Monate. In einem Semester soll ich 30 ECTS Punkte erreichen, damit ich nach sechs durch bin.
Let’s do the math:
30*30= 900
900 / 4 = 225
Daraus schlussfolgert sich, dass man eigentlich von einem Studenten erwartet, dass man 225 Stunden im Monat arbeitet. Die Faustregel für Vollzeitarbeitet beträgt 173 Stunden im Monat. (Natürlich könnte man an dieser Stelle Korinthen kacken, denn es gibt ja noch Hausarbeiten, die außerhalb dieser 4 Monate getan werden müssen. Ich bin jetzt im vierten Semester und alles was ich bis jetzt geschrieben habe, war ein 10 Seiten Essay. Der Rest fand in diesen 4 Monaten statt.)
Dazu sollte man aber auch noch einen Nebenjob addieren. Die wenigsten Studenten kommen nur mit Mami/Papi-Geld oder Bafög aus. Es kommen also nochmal mindesten 40 Stunden drauf, wenn man denn sich Punkt 1 mit 400€ zufrieden gibt (so viel erlaubt Bafög zusätzlich) und Punkt 2 einen so gut bezahlten Job findet.
Ich möchte hier weder predigen, dass Studenten ganz und gar nicht faul seien oder, dass man zu viel von uns verlangt. Das wäre Schwachsinn, es gibt verdammt faule Studenten und wir sind immerhin aus einem Grund an der Uni und machen das ja eigentlich freiwillig. Ich möchte damit eigentlich nur meine Stimme zum großen Proteststrom gegen sechs Semester hinzufügen. Man kann von wenig Arbeitnehmern verlangen, dass sie 8 Monate im Jahr 50 Überstunden machen und wenn derjenige dann Burnout bekommt, dann nicken sie nur alle und sagen „Das hat man kommen sehen“. Bei Studenten sollte man das auch denken dürfen. Studenten sollten die Möglichkeit haben, einfach mal durchzuatmen und nicht immer die böse grimmige 6 im Nacken stehen haben. Es gibt genug Studenten, die es in den sechs Semestern durchziehen und Hut ab, aber manche Studenten und Studiengänge sind nicht für die 6 gemacht. Ich zum Beispiel nicht.